Beurteilung der Arbeits­bedingungen

Die Beurteilung der Arbeitsbedingungen dient zum Schutz der Mitarbeitenden vor den Gefährdungen der versicherten Tätigkeit (Arbeit, ehrenamtliche Mithilfe). Systematisch wird für alle Mitarbeitenden und alle Tätigkeiten durch den Unternehmer bzw. die Vorgesetzten beurteilt, welche Gefährdungen bestehen, wie schwerwiegend sie sein können und welche Maßnahmen geeignet sind, um ein akzeptables Schutzniveau zu erreichen. Bei schwierigen Fragestellungen oder fehlenden Fachkenntnissen können die Verantwortlichen (Unternehmer bzw. Leitungsverantwortliche) Hilfe und Unterstützung bei den Fachkräften für Arbeitssicherheit, den Ortskräften und den Betriebsärzten erhalten. Darüber hinaus beraten auch die Präventionsabteilungen der Berufsgenossenschaften zu Einzelfragen.

Beispielhaft könnten die Maßnahmen Anforderungen an Arbeitsflächen, Lichtstärken, Maschinen, elektrischen Einrichtungen, Schadstoffgehalt in der Atemluft, Lüftung, Anwesenheiten, Abstimmungsprozesse, Qualifikation und Kompetenzen der Mitarbeitenden, Ausstattung mit persönlicher Schutzausrüstung, Verhalten u. v. m. vorsehen.

Die Maßnahmen sind auf ihre Wirksamkeit zu prüfen und ggf. anzupassen. Alle Ergebnisse der Beurteilung sind kurz schriftlich festzuhalten. Auch ist bei neuen Mitarbeitern bzw. Mitarbeiterinnen, geänderten Tätigkeiten oder neuen Arbeitsmaschinen zu prüfen, ob eine Überarbeitung der Beurteilung der Arbeitsbedingungen erforderlich ist.

Nutzen Sie für die Beurteilung der Arbeitsbedingungen in Ihrer Kirchengemeinde den Leitfaden der VBG „Sicherheit und Gesundheit in der Kirchengemeinde – Schritt für Schritt“ unter http://www.vbg.de/kirchen.

Häufig wird synonym der Begriff „Gefährdungsbeurteilung“ verwendet, der die Beurteilung der Arbeitsbedingungen hinsichtlich spezifischer Gefährdungen (z. B. bei Arbeitsmitteln wie z. B. Maschinen oder beim Umgang mit Gefahr- oder biologischen Arbeitsstoffen) beschreibt.

Regelungen des Gesetzgebers finden Sie in den §§ 2, 5, 6 Arbeitsschutzgesetz und § 2 Unfallverhütungsvorschrift „Grundsätze der Prävention“ (DGUV Vorschrift 1).


Betriebsarzt/Betriebsärztin
Fachkraft für Arbeitssicherheit
Gefährdung
Ortskraft
Persönliche Schutzausrüstung