Praxishilfen

Schutzausrüstung für Elektrofachkräfte

1 Allgemeines
2 Schutzausrüstung für Elektrofachkräfte


1 Allgemeines

Wie bei vielen Tätigkeiten in der Arbeitswelt und ganz besonders in der Elektrotechnik, ist die Verwendung von Schutzausrüstungen zwingend notwendig. In der Elektrotechnik kommt es durch die Auswirkungen des elektrischen Stroms häufig zu schweren oder sogar tödlichen Verletzungen. Arbeiten an elektrischen Anlagen und Betriebsmitteln dürfen daher nur durch Elektrofachkräfte oder elektrotechnisch unterwiesene Personen unter Leitung und Aufsicht einer Elektrofachkraft erfolgen. Elektrotechnische Laien dürfen elektrische Anlagen und Betriebsmittel lediglich bedienen.
Grundsätzlich sind Arbeiten an unter Spannung stehenden Teilen verboten! In besonderen Situationen ist jedoch ein Arbeiten unter Spannung notwendig. Arbeiten unter Spannung ist nur Elektrofachkräften erlaubt. Dabei sind besondere Sicherheitsvorschriften zu beachten!


2 Schutzausrüstung für Elektrofachkräfte

Für die Arbeiten unter Spannung gibt es spezielle Schutzausrüstungen. Geräte und Ausrüstungen zum Arbeiten unter Spannung werden entsprechend der VDE-Bestimmungen mit dem nebenstehenden Isolatorkennzeichen versehen.

Isolatorkennzeichen

Folgende Schutzausrüstungen dürfen verwendet werden:


  1. Isolierender Schutzanzug
  2. Arbeitskleidung mit mindestens 35 % Baumwollanteil
  3. Isolierende Handschuhe
  4. Isolierender Schutzhelm mit Kennzeichnung 440 Volt
  5. Gesichtsschutzschirm zur Befestigung am Helm
  6. Sicherheitsschuhe, jedoch kein S3. Eine Stahleinlage in der Sohle ist nicht zulässig!
  7. Schmiegsame isolierende Abdeckung, für das Abdecken von Anlagenteilen
  8. Isolierende Matten
  9. Isoliertes Werkzeug
  10. NH-Sicherungsgriff mit Handschutzstulpe
  11. Geräte und Vorrichtungen zum Sichern gegen Wiedereinschalten
  12. Zweipolige Spannungsprüfer

Schutzhelm, NH-Sicherungsgriff, isoliertes Elektrowerkzeug und Spannungsprüfer





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